Motorjachten mit Geld aus Cannabisverkauf

Fohrde – Der mutmaßliche Betreiber der geräumten Cannabisplantage in Fohrde soll den Erlös aus dem Rauschgiftverkauf in Motorjachten investiert haben. Er wollte die Boote vermutlich verkaufen, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes mit. Die acht bis zehn Boote sollen noch heute in Fohrde beschlagnahmt werden.

Vergangene Berichte:

Drei Haftbefehle nach Cannabis-Fund in Fohrde

Fohrde – Nach der Räumung der Cannabis-Zuchtanlage am Donnerstag in Fohrde hat die Polizei zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Am Freitag seien Haftbefehle gegen insgesamt drei Beschuldigte vom Gericht bestätigt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zwei Verdächtige (ein 35-jähriger Mittelmärker und ein 28-jähriger aus dem Havelland) kamen in Untersuchungshaft in die JVA Brandenburg, der 35-jährige Mieter wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Cannabis-Aufzuchtanlage war am Dienstag ausgehoben worden.

Update 12.29 Uhr: Pressemitteilung der Polizei ist online / Cannabisplantage in Fohrde entdeckt – mehr als 2.500 Pflanzen beschlagnahmt

Fohrde – Die Brandenburger Polizei hob am heutigen Donnerstagvormittag in Fohrde eine Cannabisplantage aus. Polizisten hatten bei einer Verkehrskontrolle an der B102 vor zwei Tagen den typischen Cannabis-Geruch wahr genommen.
Die angrenzende Industriehalle, direkt am Dönerimbiss, wurde danach durchsucht. Dabei entdeckten Kriminalbeamte rund 2.500 Pflanzen. Die professionell betriebene Cannabisaufzuchtanlage besteht, nach den ersten Erkenntnissen der Polizei, bereits seit über einem Jahr.

Dieser Fund gehört damit zum zweitgrößten, der jemals im Land Brandenburg gemacht wurde. Der 35-jährige Mieter der Halle wurde bereits von der Polizei befragt, befindet sich aber momentan wieder auf freiem Fuß.

Die offizielle Pressemitteilung der Polizei:
Im Rahmen polizeilicher Einsatzmaßnahmen stellten Beamte der
Landeseinsatzeinheit in einer Halle eine Cannabisaufzuchtanlage mit ca.
2.500 Cannabispflanzen in unterschiedlicher Wachstumsgröße fest. Für die
Aufzucht wurde umfangreiche Beleuchtungs-, Belüftungs- und
Bewässerungstechnik verwandt. Alle Gegenstände sind sichergestellt.

Gegen den 35-jährigen Nutzer der Halle wurde ein Ermittlungsverfahren zum
Verdacht des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln eingeleitet. Auf Antrag
der Staatsanwaltschaft Potsdam erfolgte mit Beschluss des Amtsgerichtes
Potsdam die Durchsuchung der Halle und der Wohnräume des Beschuldigten. In
der Wohnung fanden die Beamten der Kriminalpolizei des Schutzbereiches
Brandenburg ebenfalls Betäubungsmittel sowie weiteres Beweismaterial und
stellten dieses sicher. Die weiteren Ermittlungen führen die
Staatsanwaltschaft Potsdam und die Kriminalpolizei des Schutzbereiches
Brandenburg.