Ausgestopfte Kaninchen verteidigen Kirschbäume

Helmut Jehalke (76) der 1945 als polnischer Flüchting nach Deutschland gekommen ist, wohnt bereits seit 1960 in Pritzerbe und bewirtschaftet unweit von seinem Haus entfernt einen kleinen Garten. Dort baut er unter anderem Kartoffeln, Gurken, Paprika, Tomaten und Erdbeeren an. Außerdem stehen dort auch diverse Kirsch- und Apfelbäume. Da ist auch schon das Problem des Kleingärtners, denn die reifen Äpfel und Kirschen locken Schwärme von Staren magisch an. Und da klassische Vogelscheuchen die gewieften Vögel schon lange nicht mehr abschrecken können, ließ sich der Senior etwas Besseres einfallen. Er hängt mit Stroh ausgestopfte Kaninchen in die Bäume. „Seit ich das mache ist Ruhe“, freut sich Jehalke. Auf Idee kam er bereits zur Wende und hängt seit dem jedes Jahr seine Kaninchen zwischen die Kirsch- und Apfelbäume. Zwar trauen sich immer mal wieder einzelne Tiere oder Vogelpärchen an die Bäume heran, aber sobald sich die großen Kaninchen im Wind drehen, fliegen sie sofort wieder weg. Im Ort kommen seine kreativen Vogelscheuchen gut an, sagt der pensionierte Kleingärtner. Die Kinder von der nahe gelegenen Kita bestaunen regelmäßig die ausgestopften Tiere vom Gartenzaun aus. Jetzt da die Kirschernte vorbei ist, kommen die Tiere wieder gut verpackt bis zur nächsten Kirschblüte im neuen Jahr in den Schuppen.

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